10 Anfängerfehler beim Sport im Fitnessstudio

Mann auf der Beinpresse im Fitnessstudio

Vor allem zu Beginn eines neuen Jahres sind viele Menschen in Sachen Sport sehr euphorisch und melden sich Dank guter Vorsätze im Fitnessstudio an. Ein paar Kilos (oder auch ein paar mehr) sollen weg und irgendwie soll alles einfach ein bisschen straffer werden. Gratuliere! Bis hierhin ist der neue Weg schon mal der richtige. Doch allein der gute Vorsatz bzw. die 1 Woche vollmotoviertes Training reicht nicht! Denn Erfolg kommt nicht von heute auf Morgen und deshalb melden sich viele im Studio genauso schnell wieder ab, wie sie gekommen sind. Und das hat mehrere Gründe! Welche Fehler Du unbedingt als Fitnessstudioneuling vermeiden solltest, damit Du schon in bald erste Erfolge siehst im Folgenden:

10 typische Fehler zu Beginn im Fitnessstudio

1. Deine Ziele sind zu hoch gesteckt

Klar, wir alle haben meist ein Ziel, wenn wir ins Fitnessstudio gehen. Für Neulinge ist das meist ein festgelegter Gewichtsverlust oder einfach der Wunsch, nach einem etwas strafferen Körper. Ziele treiben uns an und lassen uns optimalerweise durchhalten. Doch Vorsicht: Auch wenn Ziele wichtig sind, setzt diese nicht zu hoch. Alle gesetzten Ziele sollten erreichbar sein. Erreichen wir unsere Ziele nicht in einer von uns festgelegten Zeit, verlieren wir den Spaß und die Motivation an der Sache. Deshalb mein Tipp: Geht Ihr ins Studio um Gewicht zu verlieren, setzt Euch kleine Ziele! Beispiel: 0,5 Kilo-1 Kilo Gewichtsverlust pro woche. Vor allem bei hohen Gewichtsabnahmezielen ist die blanke Zahl von 20 oder 30 Kilo demotivierend. Es dauert einfach lange, bis Ihr so ein Ziel erreicht.

2. Du trainierst zu viel

Motivation ist wichtig – keine Frage. Und vor allem zu Beginn einer neuen Tätigkeit – egal ob im Job oder in der Freizeit – hat man meist eine Menge Motivation. Das ist auch gut so. Und so kommt es, dass vor allem blutige Anfänger zu Beginn fast jeden Tag im Fitnessstudio zu sehen sind. Sie legen einen Start von 0 auf 100 hin. Das ist zwar löblich, aber aus meiner Sicht ganz und gar nicht zielführen. Grund: Du kannst dieses Pensum nicht auf Dauer halten. Nur die wenigsten Menschen können und vor allem wollen Ihr alltägliches Leben ganz nach dem Sport ausrichten. Deshalb ist es meist so, dass nach einem vollmotivierten Start schnell Ende im Gelände ist. Mein Tipp: Trainiere nach einem Plan und geh an 2-3 Tagen in der Woche ins Studio. Das reicht!

3. Du trainierst zu unregelmäßig

Wie oben schon erwähnt: Zu viel trainieren führt nicht zum Ziel. Doch um Erfolge zu sehen, ist vor allem eins wichtig: Geh regelmäßig trainieren! Viel wichtiger als die Anzahl der Trainingstage pro Woche ist die Anzahl der Wochen oder Monate, die Ihr im Studio durchhaltet. Fettabbau und Muskelaufbau braucht beides Zeit. Und um dabei Erfolge zu sehen, musst Du dranbleiben. Erwarte nicht, dass innerhalb von 3 Tagen Pfunde purzeln oder Dein Bizeps 50 Zentimeter Umfang hat 😉

4. Nimm freie Gewichte anstatt Geräte

Geräte sind beim Training im Fitnessstudio äußerst beliebt. Und vor allem Anfänger greifen darauf zurück. Grund: Man muss den richtigen Bewegungsablauf nicht erst mühsam erlernen. Sondern durch den Bewegungsradius der Maschinen werdet Ihr gelenkt und macht automatisch den korrekten Bewegungsablauf. Das ist ein großer Vorteil. Ich würde trotzdem immer zum Training mit freien Gewichten raten. Und dabei vor allem auf die sogenannten Grundübungen (Kniebeuge, Bankdrücken, Kreuzheben) setzen. Beim Training mit freien Gewichten solltest Du Dir unbedingt zu Anfang von einem Trainer oder erfahrenem Sportler die richtige Ausführung zeigen lassen. Hast Du die aber mal drauf, geht es richtig los. Denn vor allem die Grundübungen fordern gleich mehrere Muskelpartien in Deinem Körper. Du trainierst also auf einen Schlag mehrere Bereiche in Deinem Körper. So benötigst Du nicht Unmengen an Übungen, sondern kannst mit den Grundübungen und wenigen Ergänzungen Deinen gesamten Körper trainieren.

5. Dein Training ist nicht intensiv genug

Training muss Spaß machen. Keine Frage! Denn nur, wenn Ihr Spaß am Gewichte stemmen oder Laufen oder was auch immer habt, geht Ihr dem Sport auch über längere Zeit nach. Doch wer Ziele hat, der muss auch hart trainieren. Denn nur geringe Belastung für den Körper und insbesondere für Deine Muskeln, sorgt auch nur für geringfügige Anpassung. Im Klartext Dein Muskelwachstum wird auch nicht richtig Fahrt kommen. Deshalb: Trainiert hart und fokussiert. Muskelkater gehört am Anfang dazu.

6. Du hast keinen Spaß am Sport im Studio

Wie im Punkt zuvor schon erläutert: Ohne Spaß am Sport, werdet Ihr nicht lange Durchhalten. Und nur wenn Ihr lange durchhaltet, werdet Ihr auch Eure gesteckten Ziele erreichen. Deshalb: Wenn Ihr überhaupt keinen Spaß am Sport im Studio, dann lasst es. Widmet Euch lieber einer Sportart, woran Ihr Spaß habt. Alles andere hat keinen Sinn. Klar ist jedoch: Nicht jeden Tag habt Ihr Bock, Euch aufzuraffen und schwitzen zu gehen. Das gehört aber aus meiner Sicht bei jeder Sportart dazu.

7. Du trainierst ohne Plan

Einfach mal machen – das ist das Motto von vielen Fitnessneulingen. Gratuliere erstmal zu dem Entschluss, überhaupt etwas zu machen. Aber ungeordnetes Training bringt aus meiner Sicht ganz und gar nichts. Erfahrene Sportler können auch ohne schriftlich fixierten Plan trainieren (tun dies aber meist nicht), weil sie den Plan mit Übungen und Trainingsgewichten im Kopf haben. Aber vor allem zu Beginn ist ein geschriebener Trainingsplan Pflicht für Deine Erfolge. Auf der Suche nach einem guten Trainingsplan kannst Du dabei entweder auf die Hilfe eines hoffentlich erfahrenen Trainiers in Deinem Studio zurückgreifen. Gibt’s den in Deinem Studio nicht, gibt’s es zahlreiche gute Trainingspläne auch im Netz. Ich empfehle Dir übrigens als Anfänger ganz klar einen Ganzkörpertrainingsplan.

8. Das Training dauert zu lange

Dein Trainings muss intensiv sein. Dennoch sollte es aus meiner Sicht nicht zu lange dauern. Ich gestalte mein Training immer so, dass ich pro Trainingstag 60-90 Minuten trainiere. Das hat mehrere Gründe: Wie weiter oben schon erwähnt, können und wollen die meisten Menschen Ihren Alltag nicht ganz nach dem Sport ausrichten. Ne Stunde am Tag ist dabei meist kein Problem. Doch 2 oder gar 3 Stunden an mehreren Tagen pro Woche dem Sport zu widmen, diese Zeit haben die meisten Menschen neben Job und Familie einfach nicht.

Weiterer Grund: Wenn Du 60-90 Minuten sehr intensiv trainierst, bist Du vollkommen am Ende. Mehr braucht Dein Körper dann auch nicht. Du wirst mit regelmäßigem Training Deine Ziele auch damit erreichen. Zu guter Letzt ist eine „kürzere“ Trainingsdauer auch motivierender. Ne Stunde trainieren fahren, das machen noch ne ganze Menge Leute. Doch sich 2 oder gar 3 Stunden in brütender Hitze abrackern, dazu gehört ne ganze Menge Motivation und Disziplin.

9. Du hast keine Buchführung zu Deinen Leistungen

Ganz wichtig aus meiner Sicht ist neben einem guten Trainingsplan, ein ordentlich geführtes Trainingsbuch. Ich notiere mir immer zu jeder Übung die Wiederholungs- sowie Satzzahl und das bewegte Gewicht. So stelle ich sicher, dass ich über längere Zeit eine Steigerung habe und nicht stagniere. Außerdem ist der ständige Kampf gegen meine eigenen Werte aus den vorangegangenen Trainingstagen ein zusätzlicher Ansporn, um wieder alles zu geben.

10. Du trainierst zu lange nach demselben Plan

Unser Körper will Energie sparen und gewöhnt sich wiederkehrende Belastungen relativ schnell. Das ist auch gut so. Denn das ist unter anderem ein Grund, warum wir Muskeln bzw. Kondition aufbauen und so leistungsfähiger werden. Doch Vorsicht: Um immer weitere Steigerungen zu schaffen, musst Du nach ein paar Monaten auch die Belastungen verändern. Damit ist nicht die Steigerung der Trainingsgewichte gemeint. Vielmehr meine ich die Übung an sich. Verändere die Reihenfolge Deiner Übungen im Plan. Wechsele die Griffvarianten (Beispiel: Latzug) oder tausche Übungen für eine Muskelgruppe durch eine andere für dieselbe Muskelgruppe aus.

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