Lowcarb Pizzabackmischung von Mynatura im Test

Eine Packung lowcarb Pizzabackmischung von mynatura

Pizza ist im Hinblick auf die enthaltene Energie (Kalorien) ein echtes Schwergewicht. Nicht nur deshalb gilt Pizza als echter Dickmacher. Die flachen und knusprigen Leckereien enthalten zusätzlich zu einer Menge Fett, das aus dem Käse resultiert, auch eine Menge Kohlenhydrate. Diese haben ihren Urpsrung in dem Weizenmehl, das im Pizzaboden verarbeitet wird. Deshalb ist Pizza bei einer lowcarb Ernährung ein absolutes Nogo. Doch es gibt Alternativen: Zum einen kann der Pizzaboden aus Gemüse hergestellt werden. Beispielsweise aus Zucchini. Eine andere Alternative ist der Lizza-Boden, den man im Supermarkt kaufen kann. Er basiert auf Leinsamen. Und die schmecken auch ganz schön durch. Deshalb ist er ganz und gar nicht für Leute geeignet, die den Geschmack von Leinsamen nicht mögen. Ich mag es sehr gern, aber das ist definitiv nicht bei jedem so.

Auf der Suche nach einer weiteren Low-Carb Pizzabodenalternative bin ich auf die Pizzabackmischung von Mynatura bei Amazon gestoßen. Eins vorweg: Dieser Pizzaboden erinnert schon mächtig an einen „normalen“ Pizzaboden.

 Zutaten der lowcarb Pizzabackmischung

Folgende Zutaten sind laut Verpackungsangaben in der Backmischung enthalten: SOJAmehl (GMO frei), WEIZENgluten, Mandelmehl, Johannisbrotkernmehl, (E140), DINKELmehl, Trockenhefe, Meersalz. Aufgrund der Nennungsreihenfolge besteht der Großteil der Backmischung aus Sojamehl. Ich bin kein großer Fan von Soja. Das habe ich in diversen Beiträgen bereits beschrieben. Und auch der meiner Ansicht nach penetrante Geschmack von Soja schmeckt mir ganz und gar nicht. Ich muss aber zugegeben: Bei der fertigen Pizza habe ich das Sojamehl nicht rausgeschmeckt. Die Angabe „GMO frei“ bedeutet übrigens, dass der verwendete Soja nicht genmanipuliert wurde. Naja immerhin etwas 😉

Nachfolgend ist in der Zutatenliste Weizengluten genannt. Für Leute mit Zöliakie scheidet diese Backmischung damit aus. Doch der Bestandteil Gluten ist aus meiner Sicht sinnvoll in einem Pizzaboden. Denn damit hält der Teig zusammen und zerreißt nicht sofort beim Ausrollen. Weiter hinten in der Liste wird Dinkelmehl als Bestandteil der lowcarb Backmischung genannt. Aus meiner Sicht ist dieser Bestandteil enthalten, damit die Trockenhefe etwas zu verarbeiten hat und damit aufgehen kann.

Nährwerte der lowcarb Pizzabackmischung

Pro 100 Gramm der lowcarb Pizzabackmischung sind enthalten (laut Packungsangaben):

  • Energie: 390 Kilokalorien
  • Fett: 18,3 Gramm
    • davon gesättigte Fettsäuren: 1,07 Gramm
  • Kohlenhydrate: 10,6 Gramm
    • davon Zucker: 2,2 Gramm
  • Eiweiß: 47,6 Gramm
  • Salz: 2,85 Gramm

Wohl auffälligsten Merkmal bei den Nährwerten ist der verhältnismäßig hohe Eiweißanteil in der Backmischung. Knapp 50 Prozent Eiweiß, das ist schon ne ganze Menge. Vor allem für Sportler, die auf Ihre 2 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht kommen wollen, ist diese Backmischung daher beim Pizzagenuss eine gute Proteinquelle. Das enthaltene Eiweiß resultiert natürlich überwiegend aus dem enthaltenen Sojamehl.

Auch der Fettanteil ist verhältnismäßig hoch. Kein Wunder! Vor allem das enthaltene Mandelmehl liefert eine ganze Menge gesunder Fette. Wichtiger Punkt für Lowcarbler: Der Kohlenhydratgehalt liegt mit rund 10 Gramm pro 100 Gramm Pizzaboden auf einem wirklich moderaten Niveau. Aus Sicht der Nährwerte ist die Pizzabackmischung gut bei einer kohlenhydratarmen Ernährung geeignet.

Zubereitung und Geschmack

Die Zubereitung der Backmischung ist wirklich kinderleicht. Zuerst wird die Backmischung mit 200 Milliliter Wasser und 2 Teelöffel Olivenöl angerührt. Aneschließend wird der Teig ausgerollt und auf ein Backblech gelegt. Dieses unbedingt gut fetten, sonst bekommt Ihr die Pizza nach dem Backen nicht vom Blech! Anschließend den ausgerollten Boden bei 50 Grad im Backofen 30 Minuten gehen lassen. Dann wird belegt und etwa 15 Minuten gebacken. Das einzige, was Ihr also zusätzlich braucht ist Wasser und Öl.

Der Geschmack dieser Pizzabackmischung erinnert mich wirklich sehr stark an herkömmlichen Pizzaboden mit Weizenmehl. Er lässt sich relativ gut ausrollen und daher schön dünn aufs Blech bringen. Nach einer Backzeit von 15 Minuten war der Boden zumindest bei mir auch relativ knusprig. Er kommt zwar nicht an einen hauchdünnen Pizzaboden aus dem Steinofen beim Italiener ran. Aber das schafft man auch zu Hause mit keiner herkömmlichen Pizzabackmischung/ -fertigteig. Wie schon oben erwähnt, schmeckt das Soja aus meiner Sicht kein bisschen hervor. Insgesamt würde ich den Boden als relativ neutral im Geschmack bezeichnen. Ich werde ihn aus geschmacklicher Sicht erneut kaufen.

Fazit

Sowohl die Nährwerte aus auch der Geschmack sowie die Zubereitung haben mich vollkommen überzeugt. Einzig das Sojamehl gefällt mir nicht ganz so gut. Aber mit irgendwas muss man ja backen 😉 Der Geschmack ist wirklich super. Selbst wenn man Besuch hat, der sich nicht lowcarb ernährt, kann man diesen Pizzaboden getrost auftischen. Einzig und allein der Preis ist aus meiner Sicht ein echtes Manko: Aktuell werden bei Amazon 8,90 Euro für die 250 Gramm-Packung der Lowcarb Pizzabackmischung aufgerufen. Das ist ne ganze Menge! Deutlich günstiger wird es, wenn Ihr Euch gleich 2 oder 3 Packungen der Pizzabackmischung kauft. Das werde ich jedenfalls beim nächsten Mal machen. Greift Ihr gleich zu 3 Packungen, kostet die 250 Gramm-Packung rund 5,50 Euro. Das ist zwar immer noch nicht wenig. Aber für ne gute Pizza bin ich bereit das zu zahlen.

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